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Konzept, Gestaltung, Umsetzung
© 2002 hleistner@t-online.de
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Unser Angebot:
Spieltreffs, Spielstuben,
Spielorte komplett einrichten und gestalten
Bei der Einrichtung
und Gestaltung beraten
MitarbeiterInnen ausbilden
Spieltreff: Was müssen wir bei der Einrichtung
und dem Aufbau niederschwelliger offener Einrichtungen für Kinder bedenken?
Eine Konzeption für niederschwellige Angebote in der offenen Kinderarbeit:
"Spieltreff" (Arbeitstitel) Was ist ein Spieltreff? Eine zeitlich und räumlich begrenzte Aktivität der offenen Kinderarbeit. Die Spieltreffs werden besonders für Besucher - Kinder von 9 bis 13 Jahren eingerichtet. Spieltreffs sind innerhalb der offenen Kinderarbeit eine zusätzliche Aktivität, die sich besonders an die Kinder richtet, die bisher nicht in Gruppen organisiert sind und auch nicht zu regelmäßigen Besuchern der vorhandenen Einrichtungen gehören. Im Spieltreff werden ausgewählte Tisch- und Brettspiele angeboten. Die Spieltreffs sind kontinuierlich mit zwei erwachsenen MitarbeiterInnen besetzt. Ein Spieltreff ist gedacht als "niederschwelliges"Angebot. Kinder können ohne Vorleistungen leicht hineinkommen, sie können ebenso unproblematisch den Spieltreff wieder verlassen. Spieltreffs haben in den Augen der Kinder einen hohen "Freizeitcharakter"im Gegensatz zu "Lernstuben", "Nachhilfezentren", Kinderhorten. Sie unterscheiden sich von Schule, Verein, Hort, Musikschule, Ballettstudio, Familie usw. durch Freiwilligkeit, geringe Leistungsanforderung, durch selbstbestimmte Zeitstrukturierung. Angesprochen werden Kinder aller Kulturen, verschiedener Milieus. Um die noch eingeschränkte Mobilität der Kinder zu berücksichtigen, werden die Spieltreffs "vor Ort" leicht erreichbar eingerichtet. Angestrebt ist ein flächendeckendes Angebot. Wann öffnen Spieltreff? Um eine kontinuierliche Etablierung der Spieltreffs zu gewährleisten, sind die öffnungszeiten beständig und verlässlich. Sie öffnen regelmäßig dann, wenn die Kinder die Möglichkeit zum Besuch haben. Günstig sind wochentags von 16.00 - 18.00 Uhr öffnungszeiten: Sa. - So. von 15.00 - 18.00 Uhr In den Zeiten Juni bis August sollte eine längere Sommerpause angesiedelt sein. Die Spieltreffs sind eine "Schlechtwetterveranstaltung". Nach einer längeren Pause sollte durch besondere Werbeaktivitäten wieder auf das Angebot aufmerksam gemacht werden. Es ist während der "SpieltreffzeitÓ nicht notwendig, täglich zu öffnen. Drei- bis viermal in der Woche sollte ein Spieltreff geöffnet sein. Schließungen wegen Ferien oder Feiertagen sind mög-lichst zu vermeiden, gerade dann gibt es beim Besucherkreis einen erhöhten Bedarf. Wie sollten Spieltreffs räumlich gestaltet sein? Die Spieltreffs sollten für Kinder gut zugänglich sein: Außengestaltung: Ortsmitte (Vorortmitte) ebenerdig, keine längeren Zugänge (z. B. verwinkelte Wege) keine Hinterhöfe Ðgut ausgeleuchtet Ðwenig "Hürden"(verschlossene Türen, Hausmeister)-möglichst mit Einblicken und Ausblicken (Fenster) -für Kinder einladend (Logo, Blickfang, kurze Aufenthalte sind möglich: Bank, Mäuerchen)Ðspeziell für Mädchen sollte auf einen "angstfreien"Zugang geachtet werden. Lage und Zugänglichkeit wären mit einer Eisdiele vergleichbar In den Spieltreffs sollte störungsfrei gespielt werden können (Straßenlärm, ungebetene Zuschauer, Besucher mit anderen Interessen usw.). Innengestaltung:-Die angestrebte Kinderbesuchsanzahl hat einen Raumbedarf von etwa 1 - 2 Klassenzimmern.-Da häufig Kleingruppen (3 - 8 Kinder) entstehen, sind 5 - 10 Tische (80 x 80 oder 70 x 70 cm) und entsprechende Stühle nötig (einige wenige Tische können auch rund oder sechs-eckig sein). Es ist darauf zu achten, dass die Tische gut kombinierbar sind. Die Tische sollten recht schwer (standfest) sein, die Tischoberfläche strapazierfähig, aber nicht zu glatt; runde Kanten sind besonders wichtig. Die Stühle sollten störungsfrei zugänglich sein (Zwischenräume sind notwendig). Bänke sollten vermieden werden. Tische und Stühle sollten variabel sein, um verschiedene Kombinationen zu ermöglichen.-Die Beleuchtung sollten den Tischen "folgen" können (Spots, Halogenstrahler von oben). Zu vermeiden ist Neonlicht. Das Licht sollte in kleinen Einheiten schaltbar sein (Stichwort: Lichtinseln). Sonnenlicht sollte steuerbar sein (Rollos).-Variable Paravents können zusätzlich als Raumteiler eingesetzt werden. Spiegel und Aussparungen sorgen für Ein- und Ausblicke. Die Eingangstür sollte von den meisten Spieltischen einsehbar sein. Falls genügend Platz vorhanden ist, könnte ein kleines Ruhesofa nützlich sein. Wände haben die Funktion: -Dekoration -Information -Spielfläche -Lager -Schaulager - Spielflächen an der Wand sind aus Stahlblech (z. B. Lochblech). Mit Magneten können wechselnde Spielpläne aus Papier angebracht werden. Mit Magnetspielsteinen wird gespielt. Dies ist günstig bei Platzmangel oder bei größeren Gruppen. Informationen an der Wand beinhalten z. B. Spiel der Woche, Fotos, Listen, Regeln für Besucherkinder, andere Angebote. Alle Informationen sollten plakativ gestaltet sein und auf geeignete mobile Bildträger aufgebracht werden. Eine eventuelle Mehrfachnutzung des Raumes sollte nicht behindert werden. Die Dekoration unterstützt sparsam die gepflegte Atmosphäre des Raumes. Mischfarben an den Wänden sollten besonders vermieden werden. Ein gebrochenes Weiß als Wandfarbe ist empfehlenswert. Markante bauliche Teile können durch sparsame kräftige Farbgebung her-vorgeho-ben werden (z. B. Rahmen, Absätze, Deckenträger, Pfeile usw.).Ein farbiges Leitsystem kann deutlich, aber nicht großflächig eingesetzt, zusätzlich zur Orientierung nützlich sein. Auf keinen Fall sollte der Spieltreff zu bunt oder cremefarben gestaltet werden. Zusätzliche Dekorationselemente sind Pflanzen (wo sie keinen Platz wegnehmen), Ornamente, Spiegel, eventuell dreidimensionale Dekorelemente einsetzen (Kugeln etc.).-Die Farben und Formen des Logos sollten sich auch im Spieltreff wiederfinden. Das Schaulager (Ständer, kleines Wandregal) dient dazu, den Kindern besondere Spiele zu präsentieren. Die Spiele und alle anderen Materialien des Spieltreffs sollten in einem geräumigen Schrank abschließbar gelagert werden. Bei der Lagerung der Spiele ist darauf zu achten, nicht zu hohe Stapel entstehen zu lassen, damit sie besser entnommen, sortiert und eingeräumt we-den können (Zwischenbretter).-Jacken und Taschen der Kinder brauchen eine angemessene, gut strukturierte Garderobe.
Der Spieltreff wird besucht von Kindern, die sich häufig noch durch Bewegungsdrang auszeichnen. Dies birgt, besonders bei hoher Besucherdichte, ein Potential an Unfallhäufigkeit, Streitmöglichkeit und Ablenkung. Es gibt viele neuralgische Punkte: Scharfe Kanten an Möbeln, Mauerwerk, Türen, Heizungen etc. weitestgehend abrunden. Ein-/Ausgänge gut passierbar machen. Stolperstufen genauer markieren. Fehlende Abstellmöglichkeiten für leere Spielkisten.-zu kleine Abfallbehälter. Zu wenig und zu enge Garderoben. Weiter zum Konzept gehören: Spieleauswahl, Auswahl und Ausbildung der MitarbeiterInnen.
Weitere Inhalte sind: Ausbildung der MitarbeiterInnen Auswahl der Spiele. Wir richten für Sie Spieltreffs ein und schulen das Personal.