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Konzept, Gestaltung, Umsetzung
© 2002 hleistner@t-online.de
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Weltzirkus mit Käthe, der Erdumseglerin.
Die Ausgangslage: Gleich gültig ist nicht gleichgültig.
Das „Fremde“ ist mitten unter uns. Andere Kulturen und Lebensgewohnheiten
haben einen, nicht mehr weg zu denkenden Platz eingenommen. Dahin, wo
der „Pfeffer wächst“ braucht niemand mehr geschickt werden.
Es ist noch genug Platz in unserem Boot für Fremde und
Fremdes. Das Fremde kennen zulernen reicht allerdings nicht aus. Wir müssen
auch lernen Brüche und Ungereimtheiten zu ertragen. Nicht alles,
was fremd und anders ist, können wir verstehen und gut finden, nur
weil es fremd ist. Was wir nicht kennen, erregt unsere Phantasie. Unsere
Gefühle werden dann ängstlich oder neugierig. Neugierde ist
eine gute Voraussetzung um sich mit Fremden auseinander zu setzen.
Das Projekt will
sich an den Bedürfnissen und Interessen aller Kinder anpassen und
von ihrer Situation ausgehen. Es ist kein Programm zur Integration ausländischer
Kinder, ihnen fehlt erst einmal nichts. Wenn wir zu sehr nach „Defiziten“
blicken, unterschätzen wir ihre individuellen Stärken und Fähigkeiten.
Angehörige von
Minderheiten sollte das Projekt nicht in eine stereotype Rolle drängen.
Fremdes und Fremde sind nicht ein Multikulti-Folkloreangebot mit den dazugehörigen
Speisen. „Die Türken“ und „die Afrikaner“
gibt es nun einmal nicht.
Das Projekt ist ein kleiner Baustein in der Verbesserung der Situation
der Einrichtung. Danach ist nicht alles grundsätzlich anders. Es
geht weiter darum sich der Vorurteile und Gewalt in der Kindertagesstätte
und im Stadtteil zu stellen.
Rhinozeros veranstaltet Kinderkulturwochen in Ihrer Einrichtung.