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| Konzept, Gestaltung, Umsetzung © 2002 hleistner@t-online.de | ||||||
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Ein Fest für MitarbeiterInnen der Falken wird
dieser Tag jedoch nicht werden, es heißt ja auch "Tag des Kindes".
Einige werden diese Veranstaltung als Pflichtübung ansehen andere als
Gelegenheit sich zu präsentieren. Die üblichen Veranstaltungen
in den Falken Gruppen und Einrichtungen werden durch diesen Tag nicht ersetzt,
diese werden weiterhin erwartet. Der Erfolg der Veranstaltung wird besonders
davon abhängig sein, wie die MitarbeiterInnen motiviert sind. Nur wenige
sind pädagogisches oder animatives (belebendes) Handeln in der Öffentlichkeit
(Vor aller Augen) gewöhnt. Das Thema und die Art des Festes fordert
aber gerade dies von den Mitarbeitern.
Beispiele:
Mit Kinder zusammen ein Tipi bauen, nicht vorher eine Zeltstadt errichten.
Mit Kindern kleine Fladenbrote backen,
nicht Schweinewürste grillen.
Mit Kindern einen Indianertanz tanzen, dies vor den Augen aller Freunde
und Bekannten und einer Masse von eher zurückhaltenden Mitmenschen.
Es sind an diesem Tag eher die mutigen, kreativen, kommunikativen Verhaltensweisen
wichtig.
3. Programmvorschläge: Es gibt drei verschiedene
Formen der Aktivitäten die in der Vorbereitung oder in der Durchführung
auf die unterschiedlichen Bedürfnisse der Gäste eingehen:
Permanentangebote (Ausstellungen, Webhäuschen,
usw.) Hier können die Gäste die gesamte Zeit etwas erleben, oft
bestimmen sie die Verweildauer beim Angebot selbst. Häufig sind es
Geräte oder Informationszusammenstellungen, die im Vorfeld schon komplett
erstellt werden können, manche der Angebote brauchen eine Betreuung,
andere wirken durch sich selbst ohne Anleitung. Der Arbeitsaufwand liegt
oft in der Vorbereitung. Bei der Platzierung der Angebote sollte man sich
etwas abstimmen. Kurze Aktionen (Schminken, Gestalten, Tanzen usw.): die
Gäste lassen sich auf eine kurzfristige Mitmachaktivität ein (ca.
5 bis 15 Minuten. Diese Aktivitäten sind sehr personalintensiv, können
aber zum größten Teil aus den eigenen Reihen der Falken erbracht
werden. Dabei ist zu bedenken, dass sich die MitarbeiterInnen die Arbeitszeit
teilen.
Längere Aktivitäten (Kindertheater,
Bewegungsspielaktionen, Geschichtenzelt usw.) hier kann man etwa 2o bis
4o Minuten teilnehmen. Diese Veranstaltungsform ist auch für etwas
größere Gruppen gedacht, MitarbeiterInnen von außen sind
hier häufiger zu finden. Der Programmablauf: In der ersten Stunde wird
der größte Teil der Gäste ankommen. Die große Anzahl
der Besucher, der und vielgestaltige Raum, viele verschiedene und unbekannte
Personen, die relativ kurze Zeit machen es notwendig, aufwendige, gut strukturierte
Orientierungshilfen anzubieten. Es sollen Wartezeiten, Desorientierung,
Fehlentscheidungen, unnötige Wege, vermieden werden, damit alle wohlgestimmt
am Programm teilhaben können. Grundsätzlich gibt es zwei Arten
von Orientierungshilfen: Vorbereitete Materialien, die vorher aufgebaut
oder ausgelegt werden (Informationsblätter, Wandzeitungen, Plakate,
Denkmale, Fahnen, Infostände, Hinweisschilder usw.).
Permanentangebote: Personen, die in dieser Zeit
besonders aktiv sind und mit Überblick, Geschick und Sachverstand den
Gästen den Einstieg erleichtern (Begrüßungsgruppe). Kurze
Aktionen: Die folgenden Zeilen dienen dazu, viele Möglichkeiten der
Orientierungs-
hilfe kurz und knapp darzustellen. Viele der Vorschläge sind not-
wendig, weil sonst die Besucher den Überblick verlieren und dies trüge
nicht zum Wohlbefinden der Gäste bei. Begrüßungsgruppe:
6 -10 Personen sollten, eindeutig erkennbar verteilt im gesamten Gelände
, die Gäste begrüßen und ihnen persönliche Orientierungshilfen
geben. Auch nach einer Stunde wird der Bedarf nach Orientierung noch sehr
groß sein, besonders die Fragen nach Programmpunkten (Zeit und Raum)
und nach Serviceangeboten werden häufig gestellt.
Es ist sehr sinnvoll, hier Personen aus den eigenen Reihen zu finden. Sie
sollten gut vorbereitet und mit kommunikativen Fähigkeiten ausgestattet
sein. Verhaltensregeln für diese wichtige Mitarbeiter-
gruppe: Erwartet eine interessante und spannende Veranstaltung.
Lasst die Gäste nicht warten.
Ermöglicht kurze Kontakte der Gäste untereinander.
Sprecht die Gäste direkt an.
Vermeidet Sie aber zu vertraulich und aufdringlich zu werden.
Drücke dich klar und deutlich aus.
Falls du keine Antwort weißt, vermittle an andere.
Achtet darauf, dass die Gäste Gelegenheit zum Rückzug haben.
Mach auf deiner Rolle sichtbar und hörbar aufmerksam.
Gib Sicherheit, gib Antworten statt Fragen zu stellen
Neben den mobilen Begrüßungspersonen sollte es Infostände
geben, die weithin sichtbar zeigen: "Hier hilft uns jemand weiter".
Empfehlenswert wären zwei kleine Infostände für Gäste
und ein zentralen Infostand für Gäste, MitarbeiterInnen und Presse.
Der "Zentrale Infostand" hat folgende Inhalte: Handzettel mit
Tagesprogramm und Platzskizze, Werbe und Infomaterial der Falken, Listen
mit Namen und Einsatzorten der MitarbeiterInnen, von Lieferanten, Auf und
Abbauplänen, Verpflegungsmarken für MitarbeiterInnen und VIP,
Notfall-Telefonnummern, Handy, Erste Hilfe Kasten, Eine Kiste Trinkwasser,
2 volle Kanister Wasser, Abfallbeutel, Absperrband, Zwei Bänke und
einen Liegestuhl, Notizblöcke und Stifte, ein großes Glas mit
Kleinigkeiten zum Trost, kleine Präsente für hilfreiche Personen,
Mikro und Lautsprecher, Fahrplan ÖNV, Pläne vom Revierpark, Telefonbuch,
Pressemappen,
Der zentrale Infostand hat weiterhin die folgenden Funktionen: Zentrales
kleines Einsatzbüro, Taschen „ Garderobe“, Fundbüro,
Erste Hilfe Station, abschließbarer Schrank für Wertsachen, Wickeltisch,
Kinderwagen Parkplätze, Kinderfahrzeug Parkplatz Platzgestaltung: Weit
sichtbar sollte es eine auffällige Information (Bild und Schrift) geben.
Diese Information sollte professionell gestaltet werden und Fernwirkung
haben. Von weitem sichtbar wird deutlich: Die Falken feiern den Tag des
Kindes.„Hier sind wir willkommen“, das Falken Logo und andere
Werbeaussagen zur Veranstaltung.
Zentrale Informationswand: Wenn die Gäste den Veranstaltungsplatz betreten,
sollte ihr Blick auf eine deutlich gestaltete Informationswand fallen. Dieser
Bild- und Textträger ist als zentraler Wegweiser gedacht. Dort ist
das Veranstaltungsprogramm in einer Zeit–Raumstruktur übersichtlich
erkennbar angebracht. Es ist darauf zu achten, dass diese Programmankündigung
Fernwirkung hat, Schrift sollte sehr häufig durch Piktogramme ersetzt/ergänzt
werden. Farbleitsysteme helfen zusätzlich. Die Informationen des zentralen
Wegweisers gibt es nochmals als Handzettel für die Gäste, er kann
auch mit zusätzlichen Informationen ergänzt werden.
Das Gelände, die vielen Besucher machen es notwendig, überall
Wegweiser aufzustellen, zusätzlich sollte vor dem Spiel und Aktionsorten
angekündigt werden, was in ihnen an Programmen angeboten wird. Dies
gilt auch für Serviceangebote.
Denkmale: Neben den eindeutigen Wegweisern, Wandzeitungen, Plakatinformationen
sind " Denkmale" eine Möglichkeit zum Nachdenken, Staunen
und Spielen anzuregen. Diese gestalteten Gedanken setzen Akzente. Sie zeigen,
womit die Kinder in den Falkengruppen beschäftigen, was ihnen dort
begegnet, womit sie sich auseinandersetzen. Neben der Aufgabe der Information
haben die Denkmale auch die Aufgabe, kreative Pausen zu begleiten oder Wartezeiten
zu überbrücken. Diese "Denkmale" können überall
stehen. Es handelt sich um Kunst von Kindern (vorher erstellte Gemeinschaftsarbeiten
der Kinder oder der Gruppen) aus den Einrichtungen der Falken und um Gegenstände,
die eine besondere Ausstrahlung haben (z.b. alte Gegenstände aus den
Einrichtungen, Originalgegenstände aus Nordamerika Kunst über
Indianer usw.)
Ein Fest lebt von einem angenehmen Wechsel zwischen Anspannung und Entspannung,
zwischen Bewegung und Ruhe. Nicht nur durch inszenierte Ereignisse, sondern
durch kleine Ruhezonen, Orte des Verweilen, des Rückzugs sollte es
Möglichkeiten zur Entspannung geben. Dort kann man als Gast oder Mitarbeiter
kurzfristig abschalten, etwas besprechen, ein Kind trösten oder stillen,
sich auf die nächste Aktivität vorbereiten, Erinnerungen austauschen,
einen Streit schlichten, kurz einmal abschalten, anderen zuschauen und vieles
mehr. Solche Ruhezonen sollten es auf dem gesamten Gelände verteilt
geben. Sie sollten nicht sehr groß sein (für ca. 10 Personen).
Dort wo so viele Kinder als Gäste erwartet werden sollte grundsätzlich
nicht geraucht werden. Da es aber Mitmenschen gibt, die Raucher sind, sollten
einige Raucherecken eingerichtet werden. Der Bedarf an Orientierungshilfen
wird in der ersten Zeit besonders hoch sein, nach ca. einer Stunde kann
die Anzahl der MitarbeiterInnen deutlich verringert werden (von ca. 10 auf
3). Neben der geistigen Begleitung in und durch das Festprogramm sollte
auch an das körperliche Wohlbefinden gedacht werden. Es sind einige
Punkte vorzustellen/anzuregen die das Leben der Gäste etwas angenehmer
machen: Kinderwagenparkplätze eine Reihe von jüngeren Geschwisterkindern
werden mitkommen, die mitgebrachten Kinderwagen sollten ihren eigenen Parkplatz
am Informationsstand haben. Dies gilt auch für andere Fahrzeuge! Sie
werden das Programm stören. Besonders die sehr kleinen Gäste müssen
gelegentlich gewickelt werden, hierzu sollten ausreichend Wickelplätze
angeboten. Wer mit Kindern unterwegs ist, nimmt häufig Kleinigkeiten
mit (Bananen, Trinkpäckchen, Kekse usw. Ausreichend Abfallbehälter
erleichtern das Leben einer Familie besonders. Essen und Trinken sollte
in kindgerechte Portionen angeboten werden, es empfiehlt sich mehrere Verpflegungsstationen
einzurichten um Gedränge und lange Wartezeiten zu vermeiden. Die angebotene
Verpflegung sollte nicht zu weit vom Thema abweichen. Die Kinder sind oft
satt: Obst, Brot und Wasser würde völlig ausreichen. Besser wäre
es Nahrungsmittel der Indianer mit den Kindern selbst herzustellen. Ich
empfehle auch einige mobile Verpflegungsstationen mit Getränken und
Obst.
Information/Auseinandersetzung:
Wunschbaum.
Es sollte Möglichkeiten geben, eigene Meinungen zu äußern.
Die Möglichkeit sich namentlich zu äußern, motiviert andere,
dies ebenfalls zu tun. Es werden echte oder stilisierte Bäume aufgestellt.
Dort können passende beschriebene oder bemalte "Früchte"
aus Pappe aufgehangen werden. Ein Tisch mit vorgefertigten Material und
dicken bunten Holzstiften steht in der Nähe. Eine Person steht als
Hilfe bereit.
Steckbriefe:
Auf großen Plakatflächen stellen sich verschiedene Indianerstämme
mit wenig Wort und viel Bild vor. Steckbriefe sind ein Permanentangebot
und können auch dort von interessierten Kindern selbst hergestellt
werden (kleines Aktionsangebot). Durch einige gestaltete Steckbriefe und
vorgegebener Strukturierung des Plakates geht das mit Anleitung und guten
Büchern über Indianer. Es ist allerdings eine Aufgabe für
Kinder mit Konzentrationsfähigkeit und Ausdauer. Ein bis zwei MitarbeiterInnen
sollten mit Rat und Tat zur Seite stehen. Steckbriefewirken besonders gut,
wenn es mehrere zum Vergleich gibt. Es müssten also einige zu Hause
schon vorbereitet werden.
Beleuchtete Landkarte.
Auf einen größeren stehenden Holzbrett ist eine Landkarte von
Nordamerika aufgeklebt. An allen, Orten an denen sich die Lebensräume
der Indianerstämme befanden, sind kleine Lämpchen installiert.
Vor der Landkarte ist eine Schaltleiste angebracht, auf Knopfdruck können
verschiedene Informationen abgefragt werden,die Lämpchen leuchten dann
jeweils auf. Für Falken, die Modelleisenbahner sind, ist dies eine
anregende Aufgabe. Achtung! Die Beleuchtung mit Batterie konstruieren.
Totem.
Indianer kennzeichneten oder gestalteten Dinge die4 auf sie eine magische
Wirkung hatten Diese sehr anschauliche und plakative oft geheimnisvolle
Darstellung würde man heute in der Werbung als Logo oder Markenzeichen
nennen Manchmal beschreiben Totems sehr eindrucksvoll das Wesentliche oder
die Wünsche von einzelnen oder Gruppen. An einer Stellage, hängen
schon einige Totems als Anregung und zur Motivation. An einigen Tischen(4-6)
können die Gäste eigene Totems erstellen. Plakatkarton, Pappröhren,
Federn, kostenloses Bastel-und Naturmaterial stehen zur Verfügung,
dazu noch Grafikmaterial Buntpapier, Scheren, Stifte, Lineare, Klebe, Pinsel
Farben, Wolle usw.. Diese kleine Gestaltungswerkstatt ist ein betreutes
Permanentangebot für 1 MitarbeiterInnen. Die erstellten Totems werden
mit Namenskarten versehen und in die "Totemhöhle " gehangen.
Gute Ratschläge:
Dieses Angebot richtet sich auch an die Erwachsenen und sollte ruhig heiter,
ein wenig ironisch aufgefasst werden. Auf einer großen Pinnwand werden
Probleme, Fragen, Hilferufe deutlich und knapp formuliert. Auf kleinen Kärtchen
können dazu Antworten formuliert und angeheftet werden. "GroßerManitu
gib deinen Rat" Beispiele: oDie Kinder wollen den ganzen Tag Indianerfilme
sehen, was tun? Die Eltern möchten die Kinder immer die Kriegsbemalungen
abschminken, was tun? Kevin will unbedingt mit seinem neuen Inliner
Indianer spielen, was tun? Ziel ist es, dass die so dargestellten Probleme
von Kindern und Erwachsenen eine Meinung und einen Standpunkt abverlangen.
Ein permanentes Aktionsangebot für 2 MitarbeiterInnen.
Prioritätenpünktchen:
Zu einer Fragestellung werden Aussagen formuliert. Diese und die Spielregeln
hängen deutlich sichtbar an einer Stellwand. Jeder Gast bekommt bis
zu drei grüne und drei rote kleine Klebepunkte. Damit wählt er
Aussagen aus und markiert sie. o Hier ein Beispiel: Was ist nach Deiner
Meinung nach bei den Indianern für dich interessant und wichtig?
Die fröhliche Atmosphäre in der die Indianer leben Die
Jagd und das Leben in der Natur Das alle an einem Strang ziehen und
eine starke Gemeinschaft bilden Die ungewöhnliche Kleidung
Musik und Tanz der Indianer. Wie sie mit ihren Kindern umgehen. Dies
ist eine permanente Aktion für MitarbeiterInnen.
Unser Angebot: Großveranstaltungen planen, vorbereiten und bei der Durchführung helfen, Konzepte erstellen, Personal einführen, Arbeitshilfen zusammenstellen.